Welches Shopsystem
passt zu deinem Shop?
Shopware, Shopify oder WooCommerce: Die Entscheidung hängt weniger am Funktionsumfang als an der Frage, wer das System später betreut und was dein Sortiment verlangt. Ein Vergleich ohne Plattform-Provision.
täglichen Einsatz
Kundenprojekte
E-Commerce-Erfahrung
Nimm Shopware, wenn du B2B-Funktionen, mehrere Ländershops oder ein großes, erklärungsbedürftiges Sortiment hast und technische Betreuung gesichert ist. Nimm Shopify, wenn du schnell an den Markt willst, kein eigenes Entwicklerteam hast und mit laufenden App-Kosten leben kannst. Nimm WooCommerce, wenn bereits ein WordPress-Setup steht, Content stark zum Verkauf beiträgt und du die Wartung verlässlich abdeckst.
Stark im B2B,
anspruchsvoll im Betrieb.
Shopware ist in Deutschland zu Hause. Das merkt man an Kleinigkeiten, die anderswo fehlen: Kundengruppenpreise, Staffelungen, Rechtstexte, Schnittstellen zu deutscher Warenwirtschaft.
Jacobi Decor betreibt damit drei Ländershops für Deutschland, die Schweiz und den englischsprachigen Raum aus einem einzigen Backend. Drei Sortimente, drei Preislogiken, ein Pflegeaufwand. Genau dafür ist das System gebaut.
Der Preis dafür ist Aufwand. Shopware will betreut werden, dauerhaft. Wer niemanden dafür hat, sollte es nicht nehmen, egal wie gut die Funktionsliste aussieht. Zum technischen Teil steht mehr unter Shopware SEO.
- Kundengruppen, Staffelpreise und Angebotsfunktionen ab Werk
- Mehrere Ländershops aus einem Backend
- Gute Schnittstellen zu deutscher Warenwirtschaft
- Volle Kontrolle über URLs, Templates und Weiterleitungen
- Braucht laufende technische Betreuung
- Anpassungen kosten Entwicklerzeit
Der pragmatische
Normalfall.
Shopify nimmt dir Hosting, Updates und Sicherheit ab. Das klingt banal. Es ist aber der Grund, warum ich es den meisten Shops ohne eigenes Entwicklerteam empfehle: Du kaufst dir Ruhe.
Zwei Posten solltest du vorher durchrechnen. Die Apps kosten monatlich, und zehn davon sind schneller beisammen, als man denkt. Dazu kommen Transaktionsgebühren, wenn du nicht Shopify Payments nutzt. Bei 20.000 € Monatsumsatz fällt beides kaum auf. Bei 200.000 € steht es in der Bilanz.
An Grenzen stößt Shopify bei komplexen B2B-Preislogiken. Es hat dort aufgeholt, aber wer Kundengruppen, Staffeln und Angebotsprozesse gleichzeitig braucht, merkt den Unterschied schnell. Zur Suchmaschinenseite: Shopify SEO.
- Hosting, Updates und Sicherheit sind abgedeckt
- In Tagen startklar statt in Wochen
- Großes App-Ökosystem für Sonderfälle
- App-Kosten wachsen mit dem Umsatz
- Transaktionsgebühren ohne Shopify Payments
- Grenzen bei komplexem B2B
Gut, wenn WordPress
ohnehin läuft.
WooCommerce ist ein Plugin, kein eigenes System. Das ist seine Stärke und seine Schwäche zugleich.
Die Stärke: Wenn dein Marketing über Inhalte läuft, über Ratgeber, Magazin oder Blog, dann sitzt der Shop direkt in der Umgebung, die das am besten kann. Die Grundinstallation kostet nichts.
Die Schwäche: Updates, Backups und Sicherheit liegen vollständig bei dir. Ein WooCommerce-Shop ohne feste Betreuung ist kein Sparmodell, sondern ein Risiko auf Zeit. Wie schnell so etwas schiefgeht, steht unter WordPress-Sicherheit. Was ordentliche Betreuung kostet, unter WordPress-Wartung.
- Grundinstallation kostenlos
- Stark, wenn Inhalte zum Verkauf beitragen
- Sehr gute SEO-Möglichkeiten über WordPress
- Wartung liegt vollständig bei dir
- Vieles hängt an Plugins und deren Pflegezustand
- B2B nur mit Zusatzmodulen
Die Frage, die ich immer zuerst stelle
Bevor wir über Funktionen reden: Wer betreut das System in zwei Jahren? Gibt es jemanden im Haus oder einen festen Dienstleister, sind Shopware und WooCommerce realistisch. Gibt es niemanden, nimm Shopify, auch wenn die Funktionsliste woanders länger ist. Die gescheiterten Shopprojekte, die ich gesehen habe, sind fast nie an fehlenden Funktionen gescheitert. Sie sind daran gescheitert, dass sich irgendwann niemand mehr gekümmert hat.
Wechseln kostet mehr,
als die meisten rechnen.
Ein Systemwechsel bindet Budget und Aufmerksamkeit über Monate. Für sich genommen bringt er keinen Cent zusätzlichen Umsatz.
Häufig sitzt das eigentliche Problem gar nicht im System, sondern im Sortiment, in den Produktdaten oder im Checkout. Wechseln würde ich dir raten, wenn dich dein System bei konkreten Vorhaben blockiert: fehlende B2B-Preise, kein Mehrsprachen-Setup, keine saubere Schnittstelle zur Warenwirtschaft. Alles andere lässt sich meist im Bestand lösen, zu einem Bruchteil der Kosten.
Wenn du dich doch für den Wechsel entscheidest: Unter Onlineshop-Relaunch steht, worauf es dabei ankommt, damit dabei keine Rankings verloren gehen.
- „Der Shop sieht alt aus" ist ein Design-Thema
- „Die Conversion-Rate ist schlecht" ist ein Checkout-Thema
- „Wir finden uns im Backend nicht zurecht" ist ein Schulungsthema
- „Die Agentur empfiehlt es" ist kein Grund, sondern ein Interessenkonflikt
Was ein Shopsystem
wirklich kostet
Die Lizenz ist selten der entscheidende Posten. Diese fünf Blöcke bestimmen, was du über drei Jahre tatsächlich zahlst.
Lizenz oder Abo
Shopify kostet eine feste Monatsgebühr. Shopware hat eine kostenlose Community-Version und kostenpflichtige Editionen. WooCommerce ist als Plugin gratis. Dieser Posten ist bei allen dreien der kleinste. Und genau deshalb der am häufigsten überbewertete.
Hosting und Betrieb
Bei Shopify ist es enthalten. Bei Shopware und WooCommerce kommt es obendrauf, und zwar nicht als Fünf-Euro-Webspace: Ein Shop mit ernsthaftem Traffic braucht ordentliche Hardware. Rechne für beide mit einem dreistelligen Monatsbetrag, sobald es läuft.
Wartung
Der Posten, den fast alle vergessen. Updates, Backups, Sicherheit, Fehlerbehebung. Bei Shopify übernimmt das die Plattform, bei den anderen beiden du oder ein Dienstleister. Bei WooCommerce lohnt der Blick auf konkrete Wartungskosten.
Apps und Erweiterungen
Bei Shopify der stille Kostentreiber: Jede App kostet monatlich, und zehn Apps sind schnell beisammen. Was bei 20.000 € Monatsumsatz nebensächlich wirkt, ist bei 200.000 € ein spürbarer Posten. Bei Shopware und WooCommerce zahlst du Plugins meist einmalig oder jährlich.
Entwicklungsaufwand
Jede Anpassung, die über Einstellungen hinausgeht. Hier ist Shopware am teuersten, weil individueller, und Shopify am günstigsten, weil vieles nur per App geht, was wiederum auf den vorigen Punkt einzahlt.
Transaktionsgebühren
Shopify verlangt Gebühren, wenn du nicht Shopify Payments nutzt. Bei sechsstelligem Jahresumsatz ist das kein Randthema mehr. Bei Shopware und WooCommerce zahlst du nur an den Zahlungsanbieter.
Rechne nicht die Monatskosten, sondern die Gesamtkosten über drei Jahre, inklusive Wartung, Apps und der Arbeitszeit, die intern anfällt. In dieser Rechnung liegen die drei Systeme erfahrungsgemäß deutlich enger beieinander, als die Lizenzpreise vermuten lassen. Was sie wirklich unterscheidet, ist nicht der Preis, sondern wo der Aufwand anfällt: bei Shopify als planbare Rechnung, bei Shopware und WooCommerce als Arbeit, die jemand erledigen muss.
Erstens: „Wir brauchen alle Funktionen." Nein. Ihr braucht die drei, die euer Geschäft tragen. Der Rest kostet nur Komplexität. Zweitens: „Open Source ist günstiger." Nur, wenn Arbeitszeit nichts kostet. Drittens: „Wir nehmen, was die Agentur empfiehlt." Viele Agenturen sind auf ein System spezialisiert und empfehlen genau dieses. Frag immer, welche Systeme dein Gegenüber sonst noch umsetzt.
Unsicher, welches System zu deinem Sortiment passt?
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Häufige Fragen
Welches Shopsystem ist das beste?
Es gibt kein bestes Shopsystem, nur ein passendes. Shopware passt bei B2B-Anforderungen, mehreren Ländershops und großen Sortimenten. Shopify passt, wenn du schnell starten willst und kein Entwicklerteam hast. WooCommerce passt, wenn bereits WordPress im Einsatz ist und Content eine große Rolle spielt.
Was kostet ein Shopsystem im Jahr?
Bei Shopify zahlst du eine feste Monatsgebühr plus Apps, realistisch 100 bis 500 € im Monat. Shopware und WooCommerce haben günstigere Lizenzkosten, verursachen dafür Hosting- und Wartungsaufwand. Bei WooCommerce solltest du die laufende Betreuung fest einplanen. Die Lizenz ist selten der entscheidende Kostenblock.
Kann ich später das Shopsystem wechseln?
Ja, aber es ist aufwendig. Produktdaten, Kundenkonten, Bestellhistorie und URLs müssen mitwandern, sonst verlierst du Rankings und Stammkunden. Plane einen Wechsel nie nebenbei, und lies vorher, worauf es beim Onlineshop-Relaunch ankommt.
Shopware 6 oder Shopify für B2B?
Für echtes B2B mit Kundengruppenpreisen, Staffelungen, Angebotsfunktionen und ERP-Anbindung ist Shopware in der Regel die bessere Wahl. Shopify hat mit B2B aufgeholt, stößt bei komplexen Preislogiken aber weiterhin schneller an Grenzen.
Welches System nutzt du selbst am häufigsten?
In Kundenprojekten am häufigsten Shopware, weil viele meiner Kunden B2B-Anteile oder mehrere Ländershops haben. Das heißt nicht, dass es für dich das richtige ist. Ich verdiene an keiner Plattform mit.
Ist Shopware oder Shopify besser für SEO?
Beide lassen sich gut optimieren, aber unterschiedlich. Shopware gibt dir mehr Kontrolle über URLs, Weiterleitungen und Templates. Shopify hat bekannte Eigenheiten, etwa die feste URL-Struktur mit /collections/ und /products/. Details dazu unter Shopware SEO und Shopify SEO.
Lohnt sich Headless Commerce?
Für die meisten Shops nicht. Headless trennt Shop-Backend und Darstellung und bringt Freiheit bei der Gestaltung, zum Preis von deutlich mehr Entwicklungsaufwand und laufender Betreuung. Sinnvoll wird es bei sehr großen Sortimenten, mehreren Verkaufskanälen oder eigenem Entwicklerteam. Unter einem siebenstelligen Jahresumsatz rate ich fast immer davon ab.
Welches Shopsystem ist am einfachsten zu bedienen?
Shopify, mit deutlichem Abstand. Das Backend ist für Menschen gebaut, die keine Technik gelernt haben. Shopware ist mächtiger und entsprechend komplexer. WooCommerce fühlt sich vertraut an, wenn man WordPress kennt, und verwirrend, wenn nicht.
Kann ich mehrere Sprachen und Währungen abbilden?
Alle drei können das, unterschiedlich gut. Shopware bildet mehrere Ländershops aus einem Backend ab, was bei getrennten Sortimenten und Preisen der sauberste Weg ist. Shopify löst es über Markets, solide für die meisten Fälle. Bei WooCommerce hängt es am Plugin, und damit an dessen Pflegezustand.
Was ist mit anderen Systemen wie Magento oder OXID?
Beide haben ihre Berechtigung, sind aber für die meisten mittelständischen Shops überdimensioniert. Magento ist mächtig und teuer im Betrieb, OXID im deutschen B2B verbreitet. Wenn du keinen konkreten Grund für eines der beiden hast, wirst du mit Shopware, Shopify oder WooCommerce schneller und günstiger ans Ziel kommen.
Unsicher, welches System
zu dir passt?
Erzähl mir von deinem Sortiment, deinem Team und deinen Plänen für die nächsten zwei Jahre. Dann sage ich dir, welches System ich an deiner Stelle nehmen würde.
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